Foto: Sven Kenkel-Laske31. August 2009
Chemnitz: CDU-Neuling siegt gegen linkes Urgestein
-Ines Saborowski-Richter gewinnt Wahlkreis 14 knapp vor Klaus Bartl - In den drei übrigen Wahlkreisen setzen sich Mandatsträger erneut durch.-
Chemnitz. Bei den Landtagswahlen hat sich CDU-Neuling Ines Saborowski-Richter im Wahlkreis 14 gegen das linke Urgestein Klaus Bartl durchgesetzt. Die Christdemokratin, die zum ersten Mal kandidiert hatte, holte in ihrem Wahlkreis reichlich 32 Prozent der Stimmen, drei Prozentpunkte mehr als ihr Kontrahent von der Linkspartei. "Ich bin neu, ich bin unbekannt - umso mehr bin ich jetzt stolz, dass ich es geschafft habe", jubelte die 42-Jährige am Sonntagabend.
Bartl sah seine Niederlage dagegen sportlich. "Knapp daneben ist auch verloren", bekannte er, räumte aber ein, dass er den Wahlkreis gern gewonnen hätte. Da er auf Platz 4 der Landesliste der Linken steht, wird der 58-Jährige aber dennoch in den Landtag einziehen. Dort ist er seit 1990 Mitglied.
Keine Überraschungen gab es in den übrigen drei Wahlkreisen der Stadt. Sowohl im Westen als auch im Norden und im Süden von Chemnitz setzten sich letztlich die Bewerber durch, die das Mandat schon seit 2004 innehaben. Im Wahlkreis 12 siegte Peter Patt (CDU) mit deutlichem Vorsprung vor Freya-Maria Klinger (Linke), im Wahlkreis 13 gewann Andreas Hähnel (ebenfalls CDU).
Im Chemnitzer Süden setzte sich am Ende erneut Karl-Friedrich Zais (Linkspartei) durch. Der 57-Jährige hatte es vor fünf Jahren erstmals geschafft, der CDU bei Landtagswahlen in Chemnitz einen Wahlkreis abzunehmen.
Am Sonntag wiederholte er seinen Sieg von 2004. Zais' christdemokratische Herausforderin Gesine Matthes muss sich hingegen aus dem Landtag verabschieden. Da sie von ihrer Partei nicht auf die Landesliste gesetzt wurde, kann sie nicht wieder ins sächsische Parlament einziehen. Genau das hatte sie vor fünf Jahren noch geschafft.
Die 53-Jährige war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Quelle: Freie Presse Chemnitz 30.08.2009 - Swen Uhlig


