Foto: www.sachsen-fernsehen.de26. Mai 2009
Wahl-Monopoly im Kraftwerk
Zum inzwischen traditionellen Wahlmonopoly hatte am Dienstagabend dem 20. Mai 2009 der Verein Kraftwerk ins Haus Spektrum eingeladen.
Im Vorfeld von Wahlen veranstaltet der Verein immer wieder diese Politikerrunde, der der sich die Kandidaten unter anderem den Fragen der interessierten Wählern stellen.
Diese Chance nutzen laut dem Verein, Kandidaten der FDP, der Linken, der CDU (mit Tino Fritzsche und Sven Krenkel-Laske), der SPD und von den Grünen. Damit mussten die Bewerber auf die Stadtratsposten zwei Wochen vor der Kommunalwahl Farbe bekennen.
Es gab ein Spielbrett und Spielfiguren; die Mitspieler - je zwei Vertreter von fünf im Stadtrat vertretenen Parteien - mussten um Politikfelder würfeln, zu denen sie sich dann äußern durften. Zwischendurch gab es aus dem Publikum Fragen.
Die waren nicht immer bequem. So musste sich SPD-Stadträtin Jaqueline Drechsler zur umstrittenen Imagekampagne äußern. "Die ist nicht schlecht", sagte sie vorsichtig, um dann hinzuzufügen: "Obwohl sich die Chemnitzer kaum damit identifizieren können, wenn der Slogan alle zwei Jahre wechselt."
Der CDU heizten die zumeist jungen Besucher mit Fragen zur neuen Polizeiverordnung ein. "Ich weiß natürlich, dass ich mit meiner Meinung hier in der Minderheit bin - aber wir stehen zu der Verordnung", erklärte CDU-Ratsmitglied Tino Fritzsche. Seine Partei sehe weiterhin Nachholebedarf bei der öffentlichen Sicherheit.
An die FDP richteten sich Fragen zur Wiederwahl von Petra Wesseler zur Baubürgermeisterin. "Die Verursacher des Wahlergebnisses sitzen in den anderen Fraktionen", sagte FDP-Mann Wolfgang Meyer. "Wir haben im ersten Wahlgang unseren eigenen Kandidaten unterstützt." Für wen die FDP im entscheidenden zweiten Wahlgang votiert hatte, darüber hüllte sich Meyer vorsorglich in Schweigen.
So entwickelte sich eine erstaunlich muntere Wahlkampf-Veranstaltung. Tim Tetzner, Vertreter der Linkspartei, überraschte mit der These, dass er ein Jugendparlament grundsätzlich ablehne; Grünen-Mann Chris Hübsch schlug allen Ernstes vor, künftig kostenloses Bus- und Bahnfahren in Chemnitz einzuführen.
Zwar darf das Kommunalwahl-Monopoly nicht ganz so ernst genommen werden, trotzdem mussten die Kandidaten sich ihre Antworten zu den verschiedenen Themen genau überlegen, denn das Publikum stimmte am Ende darüber ab.
Am 7.Juni sind die Chemnitzer aufgerufen, einen neuen Stadtrat zu wählen. 11 Parteien und Wählervereinigungen stehen dabei zur Wahl.
Quelle: Sachsenfernsehen, Freie Presse, Youtube, Sven Krenkel-Laske


