
16. Januar 2010
Konstruktive Arbeit, statt Zeitungskolumnen.
-Junge Union Chemnitz fordert eine sachliche Diskussion zur Lage der Union nach den Wahlen.-
In der Frankfurter Sonntagszeitung fordern in Ahnlehnung an Willi
Brandt vier CDU-Fraktionsvorsitzende „Mehr Profil wagen". Die Forderung
nach einer ehrlichen Diskussion um das schlechte CDUWahlergebnis
sowie die Rückbesinnung auf traditionelle Unionswerte
ist durchaus gerechtfertigt.
Der Bundestagswahlkampf war gekennzeichnet durch Wahlkampfversprechen, eine Kanzlerinzentrierung sowie eine weitgehende Inhaltsleere. Das dadurch eine Mehrzahl der Stammwähler verloren geht, scheint nicht nur nachvollziehbar sondern vielmehr nachweisbar.
Der Vorsitzende der Jungen Union Chemnitz Alexander Dierks sagte
dazu: „Die fehlende Konzentration auf traditionelle CDU-Politik hat
zweifelsfrei zu einem Verlust bei unserer Stammwählerschaft beigetragen.
Wir fordern daher eine ehrliche Auseinandersetzung um das Ergebnis
zur Bundestagswahl, frei von Augenwischerei und Schönfärberei."
Das aber eine öffentliche, d.h. mediale Auseinandersetzung geführt
wird, halten wir für bedenklich. Vor allem profilieren sich dabei Personen
die in ihren Landtagswahlkämpfen selbst kaum profilbildend agierten.
So war der sächsische Wahlkampf auf den Ministerpräsidenten zugeschnitten
(„Der Sachse"), auch in Thüringen fand sich wenig Inhaltliches.
Es ist erstaunlich, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird, vielleicht
ist es eben nur ein taktisches Manöver um eigene schlechte Ergebnisse
zu erklären bzw. aufkeimende Diskussionen darüber auf eine
andere Ebene zu transferieren - sprich, unangenehmen Fragen zu entgehen.
„Die Debatte um eine Profilschärfung der Union hin zu ihrem traditionellen
Politikverständnis, einer deutlichen Abgrenzung zu den anderen
Parteien sowie die Umkehr des Linksruckes ist zwingend notwendig.
Wir begrüßen das uneingeschränkt. Nur daraus eine Alleinschuld in
Person der Kanzlerin zu konstruieren halten wir für falsch und unangebracht"
so Dierks weiter.
Wir fordern eine ehrliche Auseinandersetzung zu den politischen Grundsätzen
der CDU und einen deutlichen Transport dieser in die Öffentlichkeit.
In diesem Diskurs sind allerdings Ehrlichkeit und Fairness zwingend
gegeben, denn dies ist ebenso unser moralischer und politischer
Anspruch. Nur so gewinnen wir unsere Stammwähler zurück.
Quelle: PM - Junge Union Chemnitz
Martin Schramm - Pressesprecher


