
01. August 2009
Onlinepetition gegen Verbot von "Action-Computerspielen"
-Förderung von Computerspielen und Streichung von Begriff "Killerspiel" gefordert-
Computerspieler wehren sich gegen die Diffamierung als "Killerspieler" und gegen ein möglicherweise drohendes Herstellungs- und Verbreitungsverbot der Spiele: Auf der offiziellen Petitionsseite des Deutschen Bundestages können Sie eine Onlinepetition unterschreiben. Die Zeichnungsfrist endet am 19. August 2009.
Die Petition wendet sich an die Innenminister der Länder, die zu Ihrer Innenministerkonferenz am 05. Juni 2009 ein solches Verbot fordern.
Ausdrücklich erkennt die Petition das derzeit geltende Jugendschutzsystem an und fordert sogar, dass der Vollzug bestehender Gesetze verbessert wird, um zu "gewährleisten, dass Kindern und Jugendlichen nur Computer- und Videospiele entsprechend der USK-Jugendfreigabe zugänglich gemacht werden".
Sie fordert aber auch, den laut Meinung von Initiator Peter Scheußer "irreführenden und diskriminierenden Begriff Killerspiele aus dem der politischen Diskussion zu nehmen", "das Vertrauen der Öffentlichkeit in die bestehenden staatlichen Jugendschutzmechanismen zu stärken" und "Eltern, Pädagogen sowie erzieherisch verantwortliche Personen bei der Förderung der Medienkompetenz zu unterstützen".
Außerdem soll die "Computer- und Videospiele-Branche in Deutschland und insbesondere die Ausbildung in diesem zukunftsträchtigen Berufen" gefördert werden.
Die momentane gesellschaftliche Diskussion sieht die Petition äußerst kritisch: Die Debatte sei auf Seiten der Politik von "Unkenntnis, Polemik, Unsachlichkeit, und Vorurteilen geprägt". Ein prinzipielles Herstellungs- und Vertriebsverbot von "Filmen und Computerspielen für Erwachsene" steht aus Sicht von Schleußer "im Widerspruch zu Artikel 5 unseres Grundgesetzes (Eine Zensur findet nicht statt)."
Die letzte Online-Petition, die auf großes Echo gestoßen ist, war die gegen von Franiska Heine gestartete Petition "Keine Indizierung und Sperren von Internetseiten" mit über 130.000 Unterzeichnern.
Faktisch hat die Petition zwar nichts geändert aber durch sie ist das Instrument der Onlinepetition und vor allem die große Gruppe der Internetnutzer und webaffinen Wähler wohl auch beim ein oder anderen Politiker ins Bewusstsein gerückt.
Quelle: MCV-News


