
07. Januar 2010
20 Jahre Mauerfall, 70 Jahre Kriegsbeginn. Es braucht einen Platz für das Gedenken an zwei Diktaturen und deren Opfer
Das vergangene Jahr 2009 symbolisierte ein geschichtsträchtiges Jahr. Die Feiern zum 20jährigen Mauerfall sind noch in den Köpfen vorhanden. Doch nicht nur dieses frohe Ereignis jährte sich in runder weise, der Zweite Weltkrieg ebenso.
Aus diesem Grund ist ein Gedenken für die Opfer beider Diktaturen auf deutschen Boden nicht nur wünschenswert, sondern auch erforderlich. Gleichzeitig sollte auch ein Ort für beide Diktaturen zur Verfügung stehen um den Ereignissen und ihren Leidtragenden zu gedenken. Chemnitz besitzt zu Teilen einen solchen Platz, aber er steht nur für einen Teil deutscher Geschichte.
Wir, die Junge Union Chemnitz, wünschen uns, dass der „Platz der Opfer des Faschismus" in „Platz der Opfer von Kriegen und Diktaturen" umbenannt wird.
Dabei geht es uns nicht um etwaige Gleichsetzungen von Kommunismus/Sozialismus und Nationalsozialismus, sondern um ein Gedenken für die Opfer von unmenschlichen Systemen.
Kein Opfer ist schlechter oder besser, allen jedoch sollte gedacht werden; an einem gemeinsamen Ort. Nur so zeigen wir, dass Diktaturen und unmenschliche Ideologien in Deutschland keine Plattform finden und wir vor allen Opfern unserer Vergangenheit Sühne zeigen.
Quelle: Martin Schramm - Pressesprecher
Junge Union Chemnitz


