12. März 2009
Sport Frei - im Alten Heizhaus
-Podiumsdiskussion zum Nachholbedarf im Chemnitzer Sportstättenbau-
Am 09. März 2009 lud der Chemnitzer Stadtsportbund unter Leitung des Präsidenten Dr. Siegfried Pietsch in das Veranstaltungszentrum der TU „Altes Heizhaus" zum Forum rund um das Thema Sport.
Dieser Einladung folgten nicht nur Sportvereine unserer Stadt sondern auch Kultusminister Prof. Dr. Roland Wöller Mdl, Generalsekretär und Präsident des Landessportbundes Sachsen Dr. Ulf Tippelt und Eberhard Werner, Sportbürgermeisterin Heidemarie Lüth, der Prorektor der Technischen Universität Chemnitz, Prof. Dr. Albrecht Hummel und Mitglieder des Sächsischen Landtages.
Staatsminister Roland Wöller überzeugte sich vor Ort, von dem Sanierungsbedarf vorhandener und dem Baubedarf neuer Sportstätten.
Weitere Schwerpunktthemen waren, die Förderung des Umbaus der Markthalle zur Sportarena, der Erhalt der Turnhallen bei Schulschließungen,
mehr internationale Wettkämpfe nach Chemnitz zu holen sowie die Neuplanung einer Schwimmhalle im Sportforum.
In seinem Eröffnungsreferat, betonte Prof. Dr. Roland Wöller die Bedeutung des Sports für Sachsen und für die Gesellschaft. In der heutigen Demografie ist eine gesunde Lebenseinstellung zunehmend wichtiger statt Langeweile und Übergewicht. Ebenso leisten die Sportvereine einen wichtigen Beitrag zur Motivierung von Schülern, der Herausbildung von Werten, wie Fairness, Toleranz, Leistungsbereitschaft und die Erlernung der Fähigkeit, mit Niederlagen umgehen zu können.
Ich begrüße daher ausdrücklich die für das Projekt „Komm in den Sportverein", von der Sächsischen Staatsregierung in den Haushalt eingestellten Mittel in Höhe von 3,7 Millionen Euro.
Der Startschuss des Projektes fiel bereits am 19. Januar 2009 und beinhaltet eine Verteilung von Gutscheinen an Drittklässlern, womit der Mitgliedsbeitrag für sechs Monate in einem Verein des Landessportbundes Sachsens bezahlt wird.
In vielen Vereinen mit bereits vorhandenen Nachwuchsproblemen wird dies sicher als Konjunkturprogramm für Sportvereine aufgenommen.
Abwanderung und Überalterung haben schon einige Vereine an den Rand der Auflösung oder darüber getrieben.
Für Chemnitzer Kinder, aus den zahlreich zitierten benachteiligten Familien, eine wahre Chance, an einem neuen, gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können und Defizite aus dem Elternhaus, durch verantwortungsvolle Erziehungsaufgaben der Vereine auszugleichen.
Abschließend betrachtet, können wir dieses Programm in Chemnitz gut gebrauchen und sehen dieses, im Sächsischen Haushalt beschlossene Geld als fördernde Maßnahme in die sportliche Zukunft Chemnitz und Sachsen insgesamt.
Quelle: Fr. Gesine Matthes MdL, Sven Krenkel-Laske


