
Insgesamt sind in Sachsen rund 3,5 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. Parallel zum Europaparlament finden im Freistaat auch Kommunalwahlen statt. Beide Abstimmungen gelten als Stimmungstest für die Landtagswahl am 30. August.
Die Wahllokale werden bis 18.00 Uhr geöffnet sein. Schon 2004 hatte es drei Monate vor der Landtagswahl die Abstimmung für Europa und Kommunen am selben Tag gegeben. Bei der Europawahl am 13. Juni 2004 kam die CDU auf 36,5 Prozent. Die damalige PDS erreichte 23,5 Prozent, die SPD 11,9 Prozent. Für die Grünen votierten 6,1 Prozent, für die FDP 5,2 Prozent. Die rechtsextreme NPD, die damals 3,3 Prozent bekam, tritt diesmal nur bei den Kommunalwahlen an.
Bei der Gemeinderatswahl vor fünf Jahren erreichte die CDU landesweit 34,8 Prozent und eroberte damit 3345 Mandate. Zweitstärkste politische Kraft wurden die kommunalen Wählervereinigungen mit zusammen 24,4 Prozent und 3042 Mandaten. Die PDS kam auf 18,6 Prozent (1007 Mandate), die SPD auf 11,4 Prozent (557 Mandate). Die FDP eroberte mit landesweit 5,1 Prozent 335 Mandate, die Grünen erreichten mit 3,1 Prozent 39 Mandate. Das waren weniger als die DSU, der 1,1 Prozent für 47 Sitze reichten. Die NPD kam mit lediglich 0,5 Prozent auf 26 Mandate.
Die Entscheidung fällt auch in den Kommunalparlamenten der drei kreisfreien Städte Sachsens. 2004 hatte die CDU nur noch in der Landeshauptstadt Dresden die meisten Stimmen bekommen, während in Chemnitz die PDS und in Leipzig die SPD vorn lag.
Die Beteiligung an beiden Abstimmungen 2004 lag bei landesweit 46,1 Prozent. Kommunalwahlen am Sonntag finden ebenfalls in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im Saarland statt.
Quelle: Freie Presse, Sven Krenkel-Laske


