RA-381/2017: Erschütterungen durch Verkehr an der Annaberger Straße

Fragestellerin: Frau Ines Saborowski

Frage:
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
wir wurden durch einen Bürger (Name und Adresse sind bekannt) auf nachfolgend beschriebenen Sachverhalt aufmerksam gemacht:
Im Wohnbereich werden Schwingungsübertragungen, wahrscheinlich hervorgerufen durch die Straßenbahn, registriert. Nach den Aussagen des Bürgers handelt es sich im Betrachtungsgebiet um die linke angrenzende Fahrbahnseite stadtauswärts der Annaberger Straße zwischen Olbernhauer Straße und Erfenschlager Straße. Bitte beantworten Sie mir dazu folgende Fragen.

1. Ist der Stadt Chemnitz dieser Sachverhalt bekannt bzw. wurde die SVC seitens von Anwohnern schon einmal darauf hingewiesen?

2. Ist es möglich, über einen längeren Zeitraum eine Messung durchzuführen, um die Aussage zu verifizieren und ggf. die Ursache zu ergründen?

3. Sollte der Verkehr auf der Annaberger Straße als Ursache in Betracht kommen, welche Maßnahmen wären geeignet, um eine Entkopplung zur Vermeidung der Schwingungsübertragung durchzuführen? Mit welchen Kosten wäre zu rechnen (grobe Schätzung)?

4. Ist nach der Ertüchtigung der Erfenschlager Straße auch eine Ertüchtigung der Annaberger Straße im genannten Bereich notwendig? Wenn ja, wann ist diese geplant?

Antwort der Stadtverwaltung:
Sehr geehrte Frau Saborowski-Richter,
zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen im Auftrag der Oberbürgermeisterin Folgendes mit:
Im Wohnbereich werden Schwingungsübertragungen, wahrscheinlich hervorgerufen durch die Straßenbahn, registriert. Nach den Aussagen des Bürgers handelt es sich im Betrachtungsgebiet
um die linke angrenzende Fahrbahnseite stadtauswärts der Annaberger Straße zwischen Olbernhauer Straße und Erfenschlager Straße. Bitte beantworten Sie mir dazu folgende Fragen.

1. Ist der Stadt Chemnitz dieser Sachverhalt bekannt bzw. wurde die SVC seitens von Anwohnern
schon einmal darauf hingewiesen?

Bisher sind dazu keine Hinweise an das Tiefbauamt eingegangen. Nach erfolgter Rücksprache mit der CVAG sind auch dort keine Hinweise bekannt. Auch die angrenzende Fahrbahn ist in einem ordnungsgemäßen Zustand.

2. Ist es möglich, über einen längeren Zeitraum eine Messung durchzuführen, um die Aussage zu verifizieren und ggf. die Ursache zu ergründen?
Die CVAG wird, auf Grund der erfolgten Nachfrage durch das Tiefbauamt, den Gleisbereich noch einmal intensiv betrachten.

3. Sollte der Verkehr auf der Annaberger Straße als Ursache in Betracht kommen, welche Maßnahmen wären geeignet, um eine Entkopplung zur Vermeidung der Schwingungsübertragung durchzuführen? Mit welchen Kosten wäre zu rechnen (grobe Schätzung)?
Seitens des Tiefbauamtes sind keine Hinweise bekannt, dass es sich in diesem Abschnitt um eine übermäßig unebene Fahrbahn handelt.

4. Ist nach der Ertüchtigung der Erfenschlager Straße auch eine Ertüchtigung der Annaberger Straße im genannten Bereich notwendig? Wenn ja, wann ist diese geplant?

Eine Ertüchtigung der Erfenschlager Straße ist in absehbarer Zeit nicht möglich. Die finanziellen Mittel sind nicht ausreichend um alle Straßen in einen einwandfreien Zustand zu versetzen.
Grundsätzlich wird die Annaberger Straße im Zusammenhang mit dem Bedarf an Instandset-zungs- bzw. Erneuerungsarbeiten aller Medien und dem Bedarf an Straßenerhaltungsmaßnahmen betrachtet. Seitens der Versorger sind einzelne Maßnahmen bereits angekündigt worden. Im Rahmen einer Koordinierung werden die Maßnahmen zusammengefasst und ein Plan zu Umset-zung entwickelt. Dazu bedarf es jedoch noch einiger Vorbereitungszeit.
Die Maßnahmen könnten nicht vor dem Jahr 2019 beginnen. In welchem Umfang der von Ihnen beschriebene Bereich betroffen ist, werden die weiteren Untersuchungen ergeben.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Stötzer
Bürgermeister

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