Fraktionsgemeinschaft sieht Namensgebung am Technischen Rathaus kritisch

Im Rahmen der Novembersitzung des Stadtrates beantragte die Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP die Benennung einer Straße oder eines Platzes nach dem verstorbenen Altkanzler Dr. Helmut Kohl. Eingebracht durch Alexander Dierks wurde im Rahmen der Debatte des Antrages seitens der SPD Fraktion der Vorwurf ausgesprochen, dass es üblich sei Namensvorschläge zunächst unter den Fraktionen zu diskutieren.
Postwendend wurde dann durch Detlef Müller (Fraktionsvorsitzender SPD Fraktion) selbst, noch in der Sitzung ein Vorschlag für das Technische Rathaus präsentiert. Nach seinem Willen sollte diese Fläche den Namen Friedensplatz tragen.

Tino Fritzsche, Fraktionsvorsitzender der Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP, äußerte sich, mit Blick auf eine Vorlage in der Dezembersitzung kritisch:

„Es ist seitens der SPD nicht besonders glücklich uns eine Verletzung vermeintlicher Gepflogenheiten vorzuwerfen, um dann selbst einen nicht ansatzweise angestimmten Vorschlag zu unterbreiten. Auch inhaltlich halten wir den Vorschlag, der zwischenzeitlich allem Anschein auch von Linken und Grünen getragen wird, für fraglich.

Einen nahezu umbauten Raum, an einer der am stärksten frequentierten Kreuzungen der Stadt, aus Verlegenheit Friedensplatz nennen zu wollen sollte man nochmals ernsthaft diskutieren.“

Alexander Dierks, Fraktionsmitglied der Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP, ergänzt dazu:

„Wir haben nach einigen Gesprächen und entsprechend der medialen Debatte darauf verzichtet, eine konkrete Fläche nach Helmut Kohl benennen zu wollen. Rot-Rot-Grün hätte unserem Beispiel folgen sollen. Wenn sie schon der Meinung sind, dass Chemnitz statt einer Straße, die den Namen des Kanzlers der Einheit trägt, einen Friedensplatz braucht, hätte man sich Zeit nehmen können, einen passenden Platz zu finden, beispielsweise auch unter Einbeziehung der Bürger.

Es spricht grundsätzlich nichts gegen eine solche Benennung, allerdings scheint es nur eine billige Retourkutsche zu sein, die unserem Anliegen nicht gerecht wird, an passender Stelle der Deutschen Einheit und Helmut Kohl zu erinnern. Diesem Schnellschuss können wir so jedenfalls nicht zustimmen.“

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