RA-126/2018: Grüne Welle

Almut Patt / Fraktionsgemeinschaft CDU/FDPFragestellerin: Frau Almut Friederike Patt

Frage:
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
viel Feinstaubbelastung resultiert aus bremsendem und anfahrendem Autoverkehr, ebenso steigt hier der Kraftstoffverbrauch. Zur Vermeidung unnötiger Umweltlasten haben viele Städte ‚Grüne Wellen‘ eingerichtet. Chemnitz ist aufgrund seiner Einbindung in ein Netz von Bundesverkehrsstraßen geeignet, den Durchgangsverkehr mittels ‚Grüner Welle‘ zu beruhigen und für die Anwohner erträglicher zu machen. Viel Verkehr auf den Hauptstraßenverbindungen wird durch unsinnige Ampelschaltungen zugunsten von Nebenstraßen mit wenig Verkehr systematisch unterbrochen, wodurch unnötige Umweltbelastungen entstehen (Annaberger Straße, Neefestraße, Leipziger Straße u.a.).
1. Welche Konzeption ‚Grüne Welle‘ hat die Stadt?
2. Welche Strecken sind (von wo bis wo) entsprechend ampeltechnisch geschaltet?
3. Wann wurden diese Strecken zuletzt offiziell auf das ‚Grün‘-Verhalten gemessen?
4. Was begründet die Unterbrechung der ‚Grünen Wellen‘ durch Seitenstraßen, anstatt dafür die allgemeinen Rotphasen zu nutzen?

Antwort der Stadtverwaltung:
Sehr geehrte Frau Patt,
zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen im Auftrag der Oberbürgermeisterin Folgendes mit:
Viel Feinstaubbelastung resultiert aus bremsendem und anfahrendem Autoverkehr, ebenso steigt hier der Kraftstoffverbrauch. Zur Vermeidung unnötiger Umweltlasten haben viele Städte ‚Grüne Wellen‘ eingerichtet. Chemnitz ist aufgrund seiner Einbindung in ein Netz von Bundesverkehrsstraßen geeignet, den Durchgangsverkehr mittels ‚Grüner Welle‘ zu beruhigen und für die Anwohner erträglicher zu machen. Viel Verkehr auf den Hauptstraßenverbindungen
wird durch unsinnige Ampelschaltungen zugunsten von Nebenstraßen mit wenig Verkehr systematisch unterbrochen, wodurch unnötige Umweltbelastungen entstehen (Annaberger Straße, Neefestraße, Leipziger Straße u.a.).

1. Welche Konzeption ‚Grüne Welle‘ hat die Stadt?
Die streckenbezogene Koordinierung von Ampelanlagen („Grüne Welle“) ist Stand der Technik und gehört zu den Grundanforderungen an ein modernes Management des städtischen Verkehrs. Dies wird auch in der Stadt Chemnitz schon immer so praktiziert.

2. Welche Strecken sind (von wo bis wo) entsprechend ampeltechnisch geschaltet?
Generell wird angestrebt, sämtliche Ampelanlagen im Hauptstraßennetz koordiniert zu betreiben. Der Entwurf einer „Grünen Welle“ ist jedoch von mehreren Einflussfaktoren abhängig. Beispielsweise funktionieren „Grüne Wellen“ nur im Zusammenspiel der physikalischen Kenngrößen Weg, Zeit und Geschwindigkeit. Der Weg ist durch die Lage der zu koordinierenden Ampelanlagen festgelegt. Auch bei der Geschwindigkeit gibt es aufgrund der auf einem Streckenzug angeordneten zulässigen Höchstgeschwindigkeit wenig Gestaltungsspielraum.
Ebenso müssen die Belange anderer Verkehrsteilnehmer (z. B. Bevorrechtigung ÖPNV, Begrenzung Wartezeiten Fußgänger/Radfahrer, Stauvermeidung in den Nebenrichtungen) berücksichtigt werden.
Damit ist die Einrichtung einer „Grünen Welle“ nicht überall, mitunter nur auf Teilabschnitten oder nur in einer Fahrtrichtung möglich.

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