Stadtratsmehrheit lehnt Schwimm- und Freizeitsportprojekte gegen Stimmen von Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP ab

Im Rahmen der Haushaltsdebatte hatte der Stadtrat im Zuge der Beratung über die Änderungsanträge der Fraktionen und Ortschaften auch über die weitere Entwicklung von gleich drei Schwimm- und Freizeitprojekten, bereits seit langen diskutierten wurden, zu entscheiden. So umfassten die Anträge den Vorschlag der Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP für die Planungen für eine Sport- und Funktionsbad am Eisstadion, sowie die als Grundsatzentscheide zu fassenden Anträge aus Euba für die Talsperre zur Nutzung als Naturbad und das Bürgerbad in Erfenschlag. Während es sich im Chemnitzer Norden um ein Hallenbad mit vorzugsweise 50-Meter-Bahnen und Zuschauerrängen handeln sollte, wären die beiden anderen Bäder Sommerbäder mit weiteren Funktionen geworden.

Tino Fritzsche / Fraktionsgemeinschaft CDU/FDPTino Fritzsche, Fraktionsvorsitzender der Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP, zeigte sich im Nachgang wie folgt enttäuscht:
„Wenn man Entscheidungsmehrheiten hat sollte man verantwortungsvoll und nicht hochnäsig damit umgehen. Wir hätten es uns nicht nur in Würdigung des Engagements und in Umsetzung der Wünsche der Bürger in den Stadtteilen gewünscht, dass man die Badprojekte zumindest in die Planungsreife versetzt. Den Zustand den wir jetzt für Euba haben, ist ein Denkmal umgebenen von viel grün, welches uns schlicht nur Kosten verursacht aber keinen weiteren Nutzen stiften darf. Für Erfenschlag tut es mir besonders leid. Man hat die Messlatte für den Verein quasi turnusmäßig höher gehangen, um die Hoffnung nicht sterben zu lassen und schubst sie letztlich vom höchsten Turm ins ungefüllte Becken. Das ist nicht redlich.“

Gordon Tillmann, Mitglied der Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP, äußerte sich zur Absage der Planungen für das Bad am Eisstadion wie folgt:
„Bereits bei der Entscheidung für den Badneubau in Bernsdorf waren wir anderer Meinung. Mit der Errichtung eines echten Schwimmsportkomplexes am Eisstadion hätten wir nicht nur etwas gegen die Unterdeckung an überdachter Wasserfläche in Chemnitz, für den Schwimm- und Schulsport machen können, sondern hätten es zugleich energetisch sinnvoll gestalten können. Jetzt bauen wir irgendwann eine kleine 25-Meter-Bahn mit Spaß herum in unser beliebtes Freibad in Bernsdorf uns zerstören den Charme der Anlage. Allein schon bei den Planungen für den Chemnitzer Norden die Bremse voll durch zu drücken ist enttäuscht nicht nur mich, sondern auch die Chemnitzerinnen und Chemnitzer.

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