RA-632/2018: Videoüberwachung in der Innenstadt

Fragesteller: Herr Andreas Marschner

Frage:
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
bitte beantworten Sie mir folgende Fragen.
1. Welche Datenmenge wird von den in der Innenstadt installierten Überwachungskameras einzeln und insgesamt pro Minute angeliefert?
2. Welche Speicherkapazität steht für die angelieferten Videodaten zur Verfügung?
3. Nach welcher Zeit werden die Aufnahmen automatisch oder aufgrund der ausgereizten Speicherkapazität, überschrieben?

Antwort der Stadtverwaltung:
Sehr geehrter Herr Marschner,
zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen im Auftrag der Oberbürgermeisterin Folgendes mit:

1. Welche Datenmenge wird von den in der Innenstadt installierten Überwachungskameras einzeln und insgesamt pro Minute angeliefert?
Für die Kameras vom Typ Panomera S8 ergibt sich für die Aufzeichnung je Kamera eine Datenmenge 96 Mbit/s und für die vom Typ Panomera S4 eine Datenmenge von 48 Mbit/s.

Für den reinen Aufzeichnungsstream sieht die Rechnung wie folgt aus:
Die Kalkulation des Aufzeichnungsstreams basiert auf der Annahme, dass es permanent eine 100%ige Bildveränderung gibt. Realistisch sind an belebten Plätzen zwischen 50 und 75%.

Somit übertragen sämtliche Kameras für die Aufzeichnung:
167,04 Gbit pro Minute
10.022,4 Gbit pro Stunde
240.537,6 Gbit pro Tag

Die sich ergebenden 2.405.376 Gbit in 10 Tagen sind 300,67 TB.

2. Welche Speicherkapazität steht für die angelieferten Videodaten zur Verfügung?
Als Speicher stehen 324 TB zur Verfügung.

3. Nach welcher Zeit werden die Aufnahmen automatisch oder aufgrund der ausgereizten Speicherkapazität, überschrieben?
Nach 10 Tagen werden die gespeicherten Daten automatisch überschrieben.

Freundliche Grüße
Miko Runkel
Bürgermeister

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